SXAprof - Empowerment von Sexdienstleister*innen

Erasmus+ Projekt "Empowerment von Sexdienstleister*innen durch alternative partizipative Bildungsformate"

Erasmus+ project "Empowerment of Sex Service Providers through alternative participatory methods"

Projektpartner*innen/projectpartner*s:

madonna.pngszexe.pngswc.jpgsxa.png

SXA-Info, Madonna e.V. aus Deutschland, Szexmunkások Érdekvédelmi Egyesülete (Association of Hungarian Sexworkers) aus Ungarn und Asociatia SWC (SexWorkCall Romania) aus Rumänien arbeiten gemeinsam an einem von Erasmus+ unterstützten Projekt.

Projektzeitlaufzeit: 09.2020 - 08.2022

Hintergrund und Ausgangslage:

* Sexarbeit ist in den verschiedenen europäischen Ländern nicht bzw. unterschiedlich geregelt oder verboten

* Sexarbeiter*innen / Sexdienstleister*innen kommen aus verschiedenen Ländern

* Die persönlichen Lebenssituationen der Sexdienstleister*innen sind sehr individuell und unterscheiden sich nach regionaler und sozialer Herkunft, dem Aufenthaltsstatus, Arbeitsort, dem Grad ihrer Selbständigkeit, ihrer Gesundheit, ihrem Alter, ihrer Familiensituation und ihren persönlichen Ressourcen.

* Sie migirieren zwischen verschiedenen Ländern

* Aufgrund der Migration kennen Sexdienstleister*innen die Strukturen des „fremden“ Systems oft nicht.

Der daraus resultierende Mangel an Informationen begünstigt die Ausbeutung und könnte Sexdienstleister*innen in Abhängigkeit von anderen treiben.

Wir glauben, dass Professionalisierung dazu beitragen kann, Ausbeutung, Gewalt und Marginalisierung zu verhindern. Professionalisierung bedeutet in diesem Sinne Information, Wissen, Kompetenzen, sich als verantwortungsbewusste Bürger*innen im europäischen Raum bewegen zu können und sich aktiv für soziale Teilhabe zu engagieren. Es bedeutet auch, eine aktive Rolle bei der Entwicklung der eigenen Beschäftigungsmöglichkeiten zu übernehmen und sich bewusst und aktiv um die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Kund*innen zu kümmern.

Ziel:

Unser Ziel ist es, einen Weg zu finden, um Sexdienstleister*innen durch Wissen und Informationen zu stärken, damit alle ihre Arbeit so autonom und unabhängig wie möglich ausführen und dadurch ihre soziale Situation und Integration verbessern können. In diesem Sinne verstehen wir unter „Professionalisierung“ einen Informationstransfer, der über herkömmliche Bildungsräume und -formate hinaus über den Ansatz der „Community Education“ (Peer Learning) erfolgen sollte. Daher ist es wichtig, direkt mit Sexdienstleister*innen zusammenzuarbeiten, da wir der Ansicht sind, dass dies der einzige Weg ist, um Ressourcen, Methoden und Maßnahmen zu verbessern.

Durch den Austausch von Erfahrungen und Wissen mit unseren Partner*innen hoffen wir, Methoden zu erlernen und Ideen zu entwickeln, um Sexdienstleister*innen zu unterstützen, und vor allem herauszufinden, ob Sexdienstleister*innen diese Unterstützung auch wirklich möchten.

 

Projektkoordinatorin: Mag.a Manuela Chandler manuela.chandler(at)frauenservice.at

EU_flag-Erasmus__vect_POS.jpg

Agreement Number – 2020-1-AT01-KA204-077974

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein die Verfasserin; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.